Integration

Das Arbeiten miteinander, unsere Erfahrungen im Zusammenleben mit Kindern und Erwachsenen machen uns deutlich, dass „Integration” und “Montessori-Pädagogik” von Gemeinsamkeiten profitieren.

Jedes Kind, ganz gleich welche Besonderheiten es mit sich bringt, verfügt über Begabungen, Entwicklungsmöglichkeiten und ein ihm eigenes Lerntempo. Unter Besonderheiten verstehen wir andere Nationalität, Kultur, Familiensituation, Alter, körperliche und geistige Entwicklungsverzögerungen oder Behinderungen.

 

„Der Weg auf dem die Schwachen sich stärken, ist der Gleiche wie der, auf dem die Starken sich vervollkommnen.“

(Maria Montessori)

 

Die Erziehung und Bildung stimmen wir aufeinander ab und werden so den individuellen Fähigkeiten des Kindes gerecht. Da die Montessori-Pädagogik jedes Kind nach seinen eigenen Interessen (sensiblen Phasen) und seinem persönlichen Entwicklungsstand fördert und sich nicht an Defiziten orientiert, ist es in einem solchen Gruppenverband möglich, dass jedes Kind seinen Lern- und Lebensrhythmus findet.

Integration bedeutet für uns, dass das Kind andere Kinder im Kinderhaus als gleichwertige Partner anerkennt und lernt, rücksichtsvoll zu sein und dort zu helfen, wo es nötig ist. Es bedeutet aber auch, sich selbst anzunehmen sowie mit den eigenen Stärken, Schwächen und Schwierigkeiten leben zu lernen. Durch das “Miteinander” werden die Kinder angeregt, ihre individuellen Fähigkeiten immer besser zu nutzen und auszubauen. Die Kinder lernen, die Hilfe anderer selbstverständlich anzunehmen oder zu erbitten, wenn ihre Möglichkeiten zur Eigenhilfe erschöpft sind. Unser Wunsch ist es, dass Kinder und Eltern selbstverständlich miteinander umgehen und ihr natürliches Verhalten zueinander im Kinderhaus und darüber hinaus in ihrem gesamten Umfeld nicht verlieren.

Ab sofort haben wir die Möglichkeit Integrationskinder ab 1 Jahr in die Kleinkindgruppe aufzunehmen. Dies ist eine Bereicherung für die Eltern, für die Kinder und für das Kinderhaus.

 


Gemeinsam leben lernen 

 

Ich bin nicht allein.

Mit mir gehen andere Menschen.

Es ist jemand da, der diese Erfahrungen schon gemacht hat.

Wir haben Stärken und Schwächen, Schwierigkeiten und Fähigkeiten.

Ich erfahre mich in der Begegnung mit anderen.

Ich erfahre Dich als anders.

Ich lerne mit Dir und der Gruppe, mich anzunehmen, wie ich bin, Dich anzunehmen wie Du bist.

Wir können uns gegenseitig Mut machen und in Schwierigkeiten unterstützen.

Die Gruppe gibt uns Sicherheit, über unsere Grenzen hinauszugehen.

Ich bekomme von einem erfahrenen Menschen Hilfe, wenn ich sie brauche.